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Cantigas
de Santa Maria
Lobgesänge
und Erzählungen zu Ehren der Gottesmutter Maria
(Alfonso
X. El Sabio), gesungen in Galizisch-Altportugiesisch
Alfonso
X., genannt El Sabio, der Weise, war von 1252-1284 regierender
König von Kastilien und Leon. Er war nicht nur ein Eroberer, sondern ein
ambitionierter Geist und einer der aufgeklärtesten Herrscher seiner Zeit.
Der leidenschaftliche Poet, Musiker, Astronom und Jurist schuf u.a. neue
Grundlagen für die Universität Salamanca und förderte die berühmte
Übersetzerschule von Toledo. Er war nicht nur ein geehrter Schirmherr
verschiedenster Troubadouren, sondern betätigte sich selber als Troubadour
und Verfasser.
Sein
lyrisches Werk, die insgesamt 427 Cantigas de Santa Maria (61 Loblieder
und 356 Wundererzählungen zu Ehren der Jungfrau Maria) wurden
in Galizisch-Portugiesisch verfasst, zu jener Zeit die bevorzugte Sprache für
gesungene Poesie.
Alfonso X. war nicht der alleinige Schöpfer aller Stücke. Sie wurden aber
allesamt unter seiner Leitung geschrieben. Der Troubadoren König, der sich
für eine einheitliche, poetische Sprache eingesetzt hat, eine musikalische
Sprache, die auf die Traditionen dreier Kulturen beruht; der muslimischen,
der jüdischen und der christlichen, war sein ganzes Leben der Spiritus
Rector dieses gesamten schöpferischen Prozesses.
Unter seiner Herrschaft wurde der Reichtum des Zusammenlebens, der
drei abendländischen Kulturen möglich, sichtbar und hörbar. Das Repertoire
seines Werkes ist geprägt von reicher Vielfalt, eleganter
Schlichtheit der Melodien und von der geistvollen Ausdruckskraft der Texte.
Die völker- und religionsverbindende Intention und künstlerische Inspiration
der Sängerin Agnes Erkens, ( siehe hebräische Liederprogramme) prägen
die gesangliche Interpretation des lyrischen Werkes von Alfonso X. (Cantigas
de
Santa Maria) und
werden seinem Geist gerecht.
Dennoch
ist die Interpretation der Sängerin keine Reproduktion einer alten
Musiktradition, sondern vielmehr eine Erinnerung und Wiederbelebung
einer Form des Gesanges, die durch Schlichtheit, Natürlichkeit und
Ursprünglichkeit
ihren Ausdruck findet.
Die Sängerin und Marien-Verehrerin trägt die Cantigas in ihrem einstündigen
Lieder-Programm in sakralen, akustischen Räumen wie Kirchen und
Klöstern etc. A Capella und in Begleitung einer arabischen Laute, Oud vor.
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