|
Tätigkeitsfelder
Intention
der kultur- und religionsverbindenden musikalischen Arbeit
„Musik
ist ein Vermittler zwischen Menschen,
Kulturen und Religionen.“
Ein
Schwerpunkt der künstlerisch-musikalische
Arbeit von Agnes Erkens ist geprägt
von der
Intention, das gemeinsame kulturelle und
religiöse Erbe der drei großen
Weltreligionen
neu zu beleben und in der musikalischen
Interpretation miteinander
in Verbindung
zu bringen.
Mit ihrem weit gespannten
Repertoire zeigt sie die historische Dimension
des
religiöskulturellen
Austauschs rund um das
Mittelmeer durch die Jahrhunderte auf.
Eine entscheidende Motivation ist für sie aber
auch, durch ihre künstlerische
Arbeit
einen
Beitrag zur heutigen gesellschaftlichen Situation
und Diskussion zu
leisten und
Anstöße zum
Bewusstwerden über deren akute politische Folgen auszulösen.
Das
Repertoire baute sich Agnes Erkens in jahrelanger Recherchearbeit und bei einem
Besuch in Israel auf.
Sie sammelte altüberliefertes jüdisches, biblisch-hebräisches und
sephardisches
Liedgut aus Israel, den USA, Spanien, Portugal und den arabischen Ländern rund
um das Mittelmeer. Gemeinsam mit ihrem im Jahr 2000 gegründeten Ensemble
wurden die Liedbegleitungen neu erarbeitet und arrangiert und zu verschiedenen
thematischen Programmen zusammengestellt, s. nachfolgende Programmdarstellungen
z.B.: - chai
- ani ohevet otcha -
Lieder aus Zeit-und Stilepochen
der jüdischen Kultur; eine musikalische Reise zu den gemeinsamen Wurzeln der
abendländischen Religionen, gesungen in Hebräisch und Ladino.
Nominierung
für den „Creole“ 1. Preis für Weltmusik in NRW
Im
Jahre 2002 wurden die “Jüdischen Kulturtage Rheinland“ in Köln mit einem
Liederabend des Ensembles Agnes Erkens eröffnet. Es folgten Auftritte zu
Gedenktagen
wie dem 9. November, dem Holocaust-Gedenktag 27. Januar, oder
im August 2005 zum Weltjugendtag im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf.
Im
Jahre 2004 begleitete das Ensemble mit hebräischen Liedern die Ausstellung
über Marc Chagall in der Galleria d‘Arte Moderna in Turin, Italien. Die
Musikerin
ist mit ihrem Ensemble aber auch für die Friedensbewegung, bei
Antikriegsveranstaltungen
und Gottesdienste zum Verständnis der Ökumene im Einsatz.
Aber auch überall dort, wo Menschen der geistlichen Musik zugewandt sind
oder sich mit dem geistlichen Erbe des Abendlandes verbunden fühlen, findet
diese Musik Raum und Hörer. Hier blickt Agnes Erkens auf Konzerte in Kirchen
und Klöstern sowie in Räumlichkeiten und Aufführungsorten der „Ernsten
Musik“
in der BRD und anderen europäischen Ländern zurück.
Für
die künstlerisch kultur- und religionsverbindende Intention und die
hervorragende
musikalische Interpretation des Liedguts erhielt das Ensemble Agnes
Erkens im Mai 2006 vom WDR, der UNESCO und der Kulturstiftung NRW
eine Nominierung für den „Creole“ 1. Preis für Weltmusik in NRW.
Altgalizisch/portugiesische
Cantigas
Mit
einem folgenden, dieser Intention entsprechendem Liederprogramm -
altgalizisch/portugiesische Cantigas de Santa Maria, Lobgesänge u. Lieder zu
Ehren
der Gottesmutter Maria - hatte Agnes Erkens, begleitet von einem Oudspieler,
2006 zum Kirchenmusikalischen Festival 100 Jahre St. Paul in Köln ihre erste
Aufführung.
Die
Cantigas wurden unter der Leitung des Troubadoren
Königs AlfonsoX. El Sabio (1252-1284), der sich für eine einheitliche,
poetische
und musikalische Sprache eingesetzt hat, die auf die Traditionen der drei
Kulturen;
der muslimischen, der jüdischen und der christlichen beruht, geschrieben.
Klassischer
Liedgesang
Ein
weiterer Schwerpunkt der gesanglichen Auseinandersetzung der Mezzosopranistin
ist der „Klassische Liedgesang“. Hier arbeitet sie derzeit bevorzugt
mit Liedern von Johannes Brahms, Gustav Mahler und Mendelssohn Bartholdy. Sie
erarbeitete ein umfangreiches Repertoire internationaler Lieder, geistlicher
Lieder und Arien. Ihren ersten Liederabend
mit Liedern und Volksliedern von Johannes Brahms gab sie 2007 „120 Jahre Max
Klinger“ - ein Dialog des darstellenden Künstlers mit dem Musiker J. Brahms.
|